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"Landart mit rotem Tuch" hat seinen Beginn 1991 in einem Wald im Bergischen Land bei Köln: Eine rote Stoffbahn wird ausgelegt, in einer Landschaft, einer Stadt - wird fotografiert, wieder eingerollt, an anderer Stelle ausgelegt, dem Wind ausgesetzt, ins Meer geworfen, wieder fotografiert: Landmarkierungen von der Dauer einer Seifenblase. Es geht stets um den Ort, nicht um die Anwesenheit von Publikum. |
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Nach dem tieferen Sinn gefragt: Es ist eine Hommage an einen Ort. An einen besonderen Ort - mehr oder weniger: Meist ist es seine Geschichte, die ihn hervorhebt, spürbar, sichtbar oder bekannt. |
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Es gibt Orte die sind besonders besonders, dazu gehört das "Gebekum" auf der Halbinsel Datca an der antiken Mittelmeerküste der Türkei. "Gebekum" heißt "schwangerer Sand", es ist der Rest einer Dünenlandschaft mit 6 Millionen Jahren nachweisbarer Geschichte im Bauch. |
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Wissend, dass für solch einen Ort keine Würdigung gut genug sein kann, habe ich trotzdem dort ein rotes Tuch (das längste, 70 Meter) ausgelegt, auch deshalb, um in Zusammenarbeit mit dem dortigen Umweltschutzverein Dacev ein Signal zu setzen, damit der Rest dieser unglaublichen Dünen die Aufmerksamkeit der Bevölkerung erhält und den notwendigen Schutz vor Raubbau und Zerstörung. |
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| weitere Bilder vom roten Tuch im Gebekum
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[2] und in Knidos |
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